Die Rechnung hängt nicht nur von Benzin und Abonnement ab. Wertverlust, Parkplatz, Versicherung, Wartung, spontane Verfügbarkeit, Reisezeit und Wohnort verändern das Ergebnis stark. Wie kann man den eigenen Bedarf realistisch statt aus Gewohnheit beurteilen?
Ich würde zunächst einen Monat lang alle Autofahrten nach Zweck, Distanz und Alternativen protokollieren. Viele Menschen überschätzen, wie oft das Auto wirklich unverzichtbar ist. Danach lassen sich Fixkosten des eigenen Fahrzeugs mit ÖV-Abo, Carsharing, Taxi und Mietwagen für die wenigen schwierigen Fahrten vergleichen.
Zeit ist ebenfalls ein Kostenfaktor, aber nicht jede Minute ist gleich. Im Zug kann man lesen oder arbeiten, während Autofahren aktive Aufmerksamkeit benötigt. Umgekehrt kann ein Auto bei Schichtarbeit, Betreuungspflichten oder schlechter Erschliessung enorm viel organisatorischen Stress sparen.
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