In stressigen Phasen ist schwer zu unterscheiden, ob zu viele Aufgaben strukturell vorhanden sind oder ob Priorisierung, Unterbrechungen und eigene Gewohnheiten das Problem verstärken. Welche Beobachtungen helfen, bevor man vorschnell kündigt oder sich selbst die Schuld gibt?
Ich würde zwei Wochen lang notieren, welche Aufgaben tatsächlich Zeit verbrauchen, wie oft ungeplante Unterbrechungen kommen und welche Fristen gleichzeitig konkurrieren. Wenn selbst bei klarer Priorisierung dauerhaft mehr notwendige Arbeit anfällt als in der verfügbaren Zeit möglich ist, spricht das eher für ein strukturelles Problem als für schlechte Selbstorganisation.
Ein wichtiges Signal ist, ob Prioritäten überhaupt entschieden werden dürfen. Wenn alles gleichzeitig „dringend“ ist und zusätzliche Aufgaben ohne Wegfall anderer Aufgaben dazukommen, kann eine einzelne Person das Problem kaum durch bessere Planung lösen. Dann braucht es eine Entscheidung über Umfang, Ressourcen oder Erwartungen.
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